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Christoph 30

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Medizinische und medizinisch-technische Ausstattung des

Rettungshubschraubers Christoph 30 Wolfenbüttel

 

360° Ansicht des Patientenraums

 
Neben der schnellst möglichen Beförderung von Notarzt/-ärztin und Rettungsassistent, bietet der Rettungshubschrauber Christoph 30, wie auch alle weiteren vom ADAC betriebenen RTHs, die Möglichkeiten einer kleinen, modernen Intensivstation. Das vorhandene Equipment reicht von einer Vielzahl an potenten Notfallmedikamenten über neueste Diagnose- und Überwachungstechniken bis hin zu Lebenserhaltungssystemen.
 
 
     
 
Corpuls 08/16 biphasisch

EKG/Defibrillator (Elektrokardiogramm/“Elektroschocker“) Corpuls 08/16 & Corpuls 08/16 biphasisch

Diese Gerät wird primär bei fast allen Notfällen eingesetzt und bietet eine Vielzahl an weiteren Überwachungsfunktionen die prozessorgesteuert integriert sind, wie z B.:

EKG: zur Überwachung und Beurteilung der elektrischen Aktivität im Herzen (Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt ect.)

Kapnometrie: messen des Kohlendioxidgehaltes in der Ausatemluft zur Beurteilung der Atmung bzw. Beatmung (Hauptstrommessung)

Pulsoximetrie: messen der Hämoglobinsauerstoffsättigung im Blut zur Beurteilung der Atmung bzw. Beatmung (fotometrische Messung)

nichtinvasive elektronische Blutdruckmessung zur Ermittlung des Blutdruckes

invasive elektronische Blutdruckmessung zur Ermittlung des Blutdruckes in einem arteriellen Blutgefäß zur Ermittlung zentraler Blutdrucke

elektronische Temperaturmessung zur Ermittlung der Körpertemperatur

externer Defibrillator zur Behandlung von bestimmten Herzrhythmusstörungen wie z. B. Kammerflimmern und Kammerflattern

externer Herzschrittmacher (Pacer) zur Behandlung von bestimmten Herzrhythmusstörungen wie z. B. sick-sinus-syndrom, medikamentenrefraktäre Bradiearrhythmia absoluta

 
         
 

Beatmungsgeräte (Respiratoren):

 

Im ständigen Einsatz befinden sich zwei Beatmungsgeräte der neueren Generation, wie der Dräger Oxylog 2000 und Dräger Oxylog 3000. Beide Geräte dienen der Beatmung von Notfallpatienten, die entweder nicht mehr eigenständig dazu in der Lage sind oder deren Erkrankung eine „Vollnarkose“ erfordert, die wiederum eine Beatmung unumgänglich macht. Beide Geräte bieten unterschiedliche Beatmungsformen, die je nach Erkrankung oder Verletzung eingesetzt werden und so eine optimale Versorgung des Notfallpatienten gewährleisten. Der Oxylog 3000, das neueste Gerät auf dem RTH, dient letztendlich auch der Verlegung von Intensivpatienten, die schon an eine bestimmte Beatmungsform „gewöhnt“ sind, in Spezialkliniken. Da beide Geräte, trotz ihrer multiplen Funktionen, recht handlich sind, eignen sie sich optimal für den mobilen Einsatz außerhalb der Kliniken.
Oxylog 3000
 
         
 
Perfusor compact

Injektionspumpen (Injektomaten):

 

dienen in der Notfallrettung der Medikamentenapplikation von potenten herz/ kreislaufstabilisierenden Pharmaka. Durch eine elektronische Steuerung können so exakte Medikamentenmengen injiziert und so eine optimale medikamentöse Einstellung des Notfallpatienten erzielt werden. Der RTH Christoph 30 verfügt über die Injektomaten der Firmen Braun und Fresenius.

 
         
 

 

Rettungsrucksack

 

Der Rettungsrucksack ist das ultimative „Werkzeug“ eines jeden Einsatzes. Er beinhaltet diverse diagnostische Instrumente, Hilfsmittel für eine künstliche Beatmung, Infusionslösungen und eine breite Palette an potenten Notfallmedikamenten, die in der jeweiligen Notfallsituation individuell eingesetzt werden.

 

Notfallrucksack
 
         
 
Notfallrucksack

 

Notfallrucksack

 
         
 

 

 

Schockhose (Trauma-Air-Pants)

 

Die Schockhose ist ein Relikt aus der amerikanischen Militärfliegerei. Sie wurde und wird auch noch heute in der Jetfliegerei eingesetzt um den extrem auftretenden Schwerkräften und den damit verbundenen Herz-Kreislauf-Dekompensationen entgegen zu wirken. In der Rettungsmedizin wird dieser Effekt ausgenutzt um schweren Kreislaufreaktionen, vielfältiger Herkunft, zu begegnen um den Patienten zu stabilisieren.

 

 

Anti-Schock-Hose
 
         
 
Traumatologische (mit Verletzung einhergehende) Notfälle erfordern mitunter eine spezielle Versorgung des Patienten. Eine optimale, professionelle Versorgung ist aber nur durch die auf den Notfall individuell zugeschnittenen Maßnahmen möglich. Um diesen Situationen gerecht zu werden. verfügt der RTH Christoph 30 über ein entsprechendes Repertoire an Zusatz-Equipment.
 
         
 
Immobilisation

 

 

 
         
  Schaufeltrage und Vacuummatratze

Schaufeltrage/Vakuummatratze  

Um einen Patienten ohne unnötige Achsenbewegungen auf eine Trage umzulagern benötigt man in der Regel eine Schaufeltrage (alternativ SpineBoard), mit der man den Patienten „aufschaufeln“ kann ohne ihn großartig zu bewegen. Die weitere Lagerung erfolgt dann auf einer Vakuummatratze. Die Vakuummatratze ist eine mit Styropor gefüllte Hülle, die mit Hilfe einer Absaugpumpe abgesaugt werden kann. Der so in der Matratze entstandene Unterdruck lässt die Styroporkügelchen aneinanderheften, so dass eine harte Schale entsteht die sich dem Körper anpasst und der Wirbelsäule sowohl Entlastung als auch Stabilität gibt.

 
         
 

 

HWS-Distraktionsschiene

( H als- W irbel- S äulen-Stabilisierungsschiene)

 

Die meisten, durch Verkehrsunfall, Sturz aus großer und kleiner Höhe, ect., entstandenen traumatologischen Notfälle gehen oft mit der Beteiligung der HWS einher. Um den Patienten vor weiterer Schädigung in diesem Bereich zu bewahren, wird die HWS mittels einer so genannten HWS-Immobilisationsschiene stabilisiert.

 

Stifneck select
 
         
 
KED - System

 

K.E.D.-System (Kendrick-Extrication-Device-System)

Ein Rettungskorsett ermöglicht eine schonende Rettung unter besonderen räumlichen Bedingungen, bei denen keine Schienen oder Tragen zur Anwendung kommen können. Es handelt sich hierbei um ein rigides Rettungskorsett, das um den Rumpf des Patienten angelegt wird und eine Immobilisation der Wirbelsäule inklusive des Kopfes ermöglicht. Der Verletzte kann durch ein korrekt angelegtes KED System mit geringem Gefährdungspotential z.B. aus dem Fahrzeug oder einem Schacht geborgen werden.
Nach Anlegen einer HWS-Schiene wird das KED-System v.a. am sitzenden Patienten in geöffnetem Zustand hinter den Rücken des Patienten geschoben. Durch Schließen und Zuziehen der drei Gurte wird der Patient fixiert, die Stabilisierung erfolgt durch die eingearbeiteten Längsstäbe. Zusätzlich können die Patienten mit zwei Beingurten fixiert und gegen ein Herausrutschen aus dem Korsett gesichert werden. Durch Griffe am KED-System ist eine vergleichsweise schonende Bewegung und Rettung des Patienten gewährleistet.